Familienfreundlichkeit im Lehrberuf

  • Warum soll der Lachsmiley eigentlich unbedingt ein „Auslachen“ sein? Vielleicht bin ich da nicht richtig orientiert, aber ich habe diesen gelegentlich einfach als „lachen“ verwendet, wenn etwas für mich lustig war.

    Natürlich ist der "Lach"-Emoji nicht in allen Fällen ein "Auslachen", das ist ja klar. Ich benutze ihn auch i. d. R., wenn ich etwas lustig finde. Aber gerade in letzter Zeit wird dieser Reaktionsemoji von einigen User*innen dauernd als "Auslacher" benutzt, das fiel mir auch schon auf.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • BaldPension Dein prinzipiell immer abschließendes Sonnenbrillenemoji verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht.

    Die Weisheit des Alters kann uns nicht ersetzen, was wir an Jugendtorheiten versäumt haben. (Bertrand Russell)

  • Genauso ist es bei uns auch. Sogar nur bis 16 Stunden. Ab 17 Stunden muss man an 5 Tagen kommen.

    Das ist bitter, ich komme nie mehr als 3 Tage (es sei denn, ich plane Ausflüge oder was, die nur an meinen freien Tagen gehen) und habe auf dem Papier 17 Stunden. Ich habe so weit erhöht, wie das mit drei Tagen ging, aber ich bin auch 5 freigestellt, sind also nur noch 12 Stunden und ich fange (bis auf den Schwimmtag) nie vor der 3. Stunde an.

  • Och, das kann ich schon gut erkennen, wenn ich mir die "Reaktionen" bestimmter User unter denen bestimmter anderer User*innen genauer anschaue. Gell?! 8)

    Beweisen kannst Du das aber nicht, was man beim Reaktions-Lach-Emoji so denkt! Was heißt das eigentlich, "Gell"?8)

  • Warum soll der Lachsmiley eigentlich unbedingt ein „Auslachen“ sein? Vielleicht bin ich da nicht richtig orientiert, aber ich habe diesen gelegentlich einfach als „lachen“ verwendet, wenn etwas für mich lustig war.

    Ist bei mir auch so.

    Leider fehlen die Negativ-Smileys, sodass die anderen von einigen zweckentfremdet werden. Das führt dann zu vielen Missverständnissen.

  • Genauso ist es bei uns auch. Sogar nur bis 16 Stunden. Ab 17 Stunden muss man an 5 Tagen kommen.

    Ich verstehe noch bei kleinen Systemen wie es oft bei Grundschulen oder sonderpädagogischen Förderzentren der Fall ist, dass Lehrkräfte möglichst jeden Tag da sein sollen, da sich die Stunden sonst schwierig auf alle Schultern verteilen lassen und das pädagogische Prinzip vorsieht, dass Schüler (m/w/d) ihre Klassenleitungen möglichst jeden Tag sehen sollen. Im allgemeinbildenden Sekundarstufen gibt es jedoch genug Möglichkeiten, sodass solch eine Vorgabe eine unnötige Gängelung in meinen Augen darstellt.

  • Im allgemeinbildenden Sekundarstufen gibt es jedoch genug Möglichkeiten, sodass solch eine Vorgabe eine unnötige Gängelung in meinen Augen darstellt.

    Ist bei uns auch, bzw. bei uns ist laut Teilzeitkonzept erst ein Anspruch ab 16 von 25,5 Stunden auf einen freien Tag.

    Finde ich persönlich aber sehr sinnvoll.

  • Als Mutter von drei Söhnen halte den Beruf nicht für familienfreundlich und würde ihn daher auch nicht mehr wählen.

    Früher gab es das Problem, als Beamtin kaum Krankentage für die Kinder zu haben, ein großes Problem, wenn man alleinerziehend ist und die Großeltern aufgrund von Krankheit nicht einspringen können. Geld für eine "Nanny" war nicht vorhanden. Damals waren es pro Kind 5! Krankheitstage im Jahr. Ich habe zudem wichtige Ereignisse im Leben meiner Kinder verpasst, weil ich keinen Sonderurlaub erhielt. Und selbst banale Dinge, wie z.B. die Verabschiedung am Bus vor der Klassenfahrt waren nicht möglich. Manche Schulleitungen sind kulant, ich hatte da weniger Glück.

    Heute mag es mehr Krankentage für die Kinder geben. Dennoch würde ich jungen Frauen von dem Beruf abraten, da deutlich mehr Präsenz für alle möglichen Besprechungen in der Schule erwartet wird.

  • Ich würde mir wünschen, dass bis auf den danke-Button alle Markierungen abgeschafft werden. So könnte man besser verhindern, dass bestimmte Leute andere schikanieren und auslachen und ach so *verwirrt* sind, da hilft Blockieren ja leider nicht.

    Ich erläutere dir gerne das Offensichtlchste, den "Verwirrend"-Smiley:

    Alterra schrieb: "Ja, das ist bei uns leider so (wobei hier die Halbtageskitas sogar schon um 12 schließen). Sidefact: Soziale Kriterien gehen hier vor Arbeit (Kinder aus sozial benachtteiligten Familien bekommen einen Ganztagesplatz/kita)"

    Du nutzt das offenbar (abermals) als Vorwand zur Artikulation komplett unfundierter Ressentiments: "Sowas kann sich nur ein Stadtrat ausdenken, der aus 90% Männern über 50, mehrheitlich CDU-wählend besteht."

    Nur hat Alterra nicht nur nichts über 'ihren' Stadrat geschrieben oder hier irgendwie sonst Hinweise in diese Richtung gegeben, die skizzierte Priorisierung von "[s]oziale[n] Kriterien [...] vor Arbeit" ist auch nocht unbed8ngt klassische Agenda von CDU-Wählern (aber auch kein Gegensatz), ist mit dem Altee und Geschlecht auch nichrs zu tun...

    ... sich vielleicht einfach mal gerontophobe, misandrische, pauschale, thrmatisch komplett unangebrachte antikonservative Kommentare sparen, dann sind die Leue auch nicht mehr so 'verwirrt' oder verteilen Lachsnileys.

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

    Einmal editiert, zuletzt von PaPo (15. März 2026 11:57)

  • Im allgemeinbildenden Sekundarstufen gibt es jedoch genug Möglichkeiten, sodass solch eine Vorgabe eine unnötige Gängelung in meinen Augen darstellt.

    Es hat sicher nicht mit Gängelungen zu tun, sondern mit den Bedürfnissen des Systems bzw. Bedürfnissen / Wünschen aller einzelner Akteur*innen.
    und das sind wirklich Spezifika des Schulberufs (und vielleicht anderer einzelner Berufe), die man woanders nicht hat.

  • Die Stundenpläne der Schüler gehen immer vor. Ubd an einer Gesamtschule gibt es echt viele feste Schienen, durch Oberstufe und durch äußere Differenzierung + die ganzen WP und Ergänzungskurse, Reli etc

  • Früher gab es das Problem, als Beamtin kaum Krankentage für die Kinder zu haben, ein großes Problem, wenn man alleinerziehend ist und die Großeltern aufgrund von Krankheit nicht einspringen können. Geld für eine "Nanny" war nicht vorhanden. Damals waren es pro Kind 5! Krankheitstage im Jahr. Ich habe zudem wichtige Ereignisse im Leben meiner Kinder verpasst, weil ich keinen Sonderurlaub erhielt. Und selbst banale Dinge, wie z.B. die Verabschiedung am Bus vor der Klassenfahrt waren nicht möglich. Manche Schulleitungen sind kulant, ich hatte da weniger Glück.

    Sorry, aber da würde ich gerne mal nachfragen. Einfach aus Verständnis. Du schreibst, dass kein Geld für die Nanny vorhanden war. Aber in welchen anderen Beruf verdienst Du denn annähernd so gut zu Berufsstart wie als Lehrkraft? Und in welchem dieser Berufe hast Du mehr Kinderkranktage oder bist mit deiner Arbeitszeit flexibler?

    Klar gibt es Ausnahmen, wo man im Homeoffice arbeitet und seine Zeit flexibel einteilen kann. Aber das sind doch die Ausnahmen. Und bei unseren Gehalt wird in der freien Wirtschaft auch einiges an "Extraarbeit" verlangt.

    Ich persönlich verstehe es, wenn jemand sagt, dass die Person eher zu Hause geblieben wäre und nur der Partner arbeitet. Aber mit Job und einem ähnlichen Gehaltsniveau sehe ich nur wenige bessere Alternativen. Als Arzt, Anwalt, Ingenieur, was auch immer, hast Du doch deutlich mehr Stress und zeitliche Belastungen.

  • Das Thema "Ist Schule ein familienfreundlicher Arbeitsplatz?" wird auch hier im Forum sehr kontrovers diskutiert.

    Wie mehrfach ausgeführt ist es von Schule zu Schule auch nochmal sehr unterschiedlich. Es gibt Schulen da sind die Bedingungen besser und es gibt aber auch Schule da wird es schwieriger.

    Zum System Schule gehört in diesem Zusammenhang aber auch die Wahrheit, dass man nur bedingt beeinflusst an welcher Schule man arbeitet. Außerdem, und diese Erfahrung bekomme ich im Personalrat öfter von den Kollegen gespiegelt, kann sich mit einem Wechsel der Schulleitung vieles ändern. Das kann für einen persönlich in die positive oder in die negative Richtung gehen.

    Ein Aspekt ist jedoch etwas kurz gekommen, nämlich die individuelle Beschäftigungskonstellation. Falls beide Partner verbeamtete Lehrer, dann sind die Arbeitsbedingungen in der Tat familienfreundlich und das gilt selbst dann, wenn das Teilzeitkonzept meiner Schule Mist ist und die Schule noch nie gute Stundenpläne geschrieben hat. Denn wer hier zwei Kinder im Abstand zwei Jahren bekommt der kann bequem (im Wechsel mit dem Partner) die nächsten 10 Jahre zu Hause bleiben. Denn unabhängig nochmal vom Elterngeld in den nächsten 4 Jahren subventioniert der stattliche Arbeitgeber die Kollegen mit immerhin 1500 Euro Familienzuschlag jeden Monat. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass derjenige der zu Hause bleibt, sich selber für ein paar Stunden die Woche vertritt, sobald die Umständen dies erlauben. Ansonsten bleibt eben einer zu Hause bis die Kinder so alt sind, dass man zumindest wieder halbtags arbeiten gehen kann und zu Hause auch nicht die Welt zusammenbricht, wenn man auf beruflichen Gründen mal etwas später nach Hause kommt.

    Ich selber bin als tarifbeschäftigte Lehrkraft da in einer ganz anderen Situation. Hier ist man in der Tat darauf angewiesen am Ende des Geldes (also wenn das Elterngeld ausläuft) wieder voll einzusteigen. Insbesondere dann, wenn auch der Partner in keinem Beamtenverhältnis steht DArüberund eher weniger verdient. Und hier muss ich definitiv sagen, und das spiegeln auch die Rückmeldungen der Kollegen, ist der Beruf des Lehrers denkbar ungeeignet, wenn man in den ersten sechs Lebensjahren wieder voll oder zumindest mit einer 2/3 Stelle wieder arbeiten möchte.

    Und ja, ich weiß dass es in der freien Wirtschaft Stellen gibt, die sind noch ungeeigneter. Jedoch befinden wir uns im öffentlichen Dienst und dementsprechend sollten wir auch Jobangebote im Öffentlichen Dienst vergleichen. Und den Vergleich habe ich im Moment mit meiner Tochter und meinem Schwiegersohn, die beide im öffentlichen Dienst nach TVöd Tarifen arbeiten. Beide können bis zu vier Tagen die Woche im Home Office arbeiten. Ein Tag Präsenz ist Pflicht. Im Falle von kindkrank arbeiten die im Regelfall im Home Office weiter, dann gehen auch mal fünft Tage im Home Office. Für den Arbeitgeber immer noch besser als ganz auszufallen. Darüber hinaus besteht Gleitzeit. Man kann bis zu 20 Tagen vorarbeiten um sich dann dafür freie Tage zu nehmen. Damit besteht für wichtige sonstige private Termine immer die Möglichkeit die Zeit vor oder nachzuarbeiten, ohne dass es an den Urlaub geht. Wenn ich das mit Schule vergleiche, dann empfinde ich Schule eindeutig als die familienunfreundlichere Variante.

    Das liegt nicht am Arbeitgeber sondern an dem fest getakteten System Schule, dass reagiert eben nicht sehr flexibel auf Störungen und diese Störungen treten heutzutage leider häufiger auf, als zu meiner Zeit. Damals hat man bei einem Schnupfen vielleicht beim abholen darauf hingewiesen und das Kind ist am nächsten Tag zu Hause geblieben. Heutzutage rufen die um 09.00 Uhr an, dass man das Kind bitte abholen möge. Bei der kleinsten Verletzung kommt der Anruf und das Kind muss abgeholt werden. Ich weiß nicht, wie ihr solche Spontanaktionen in Eurer Schule klärt. Aber es ist für die Betroffenen immer ein Riesen Fiasko.

    Jetzt habe ich gesagt, der Arbeitgeber kann nichts dran machen. Eigentlich stimmt es nicht ganz. Wenn ich es z.B. mit Schweden vergleiche, da ist ein solcher Störfall auch kein Problem, da es dort eine grundsätzliche Doppelbesetzung gibt, die eigentlich auch bei uns dringend erforderlich ist. Insoweit bleibe ich bei meiner Position, dass Schule nur bedingt familienfreundlich ist. Auch die Notwendigkeit am Wochenende noch Korrekturen zu machen oder bis spät in die Nacht zu arbeiten führt zu einer Entgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit die alles andere als familienfreundlich ist.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

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